Intermittierendes Fasten- oder täglich verhungern?

Intermittierendes Fasten oder täglich hungern?

Wer kennt es nicht? „Du musst morgens frühstücken- das ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“!

„Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bauer?“

Oder: „Fünf kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt?“

Aber stimmt das?

Ich selbst habe nie gefrühstückt. Viele kennen das sicherlich auch denn ich habe morgens nichts herunter bekommen.

Nun ja man ändert sich immer wieder im Leben. Ich wollte mir eine gesunde Lebensweise aneignen und dazu gehört morgens ein ordentliches Frühstück.

Dachte ich…

Ich habe mir über lange Zeit mein Frühstück reingezwungen.

Resultat? Ich habe dadurch noch ein bißschen mehr zugelegt

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bildquelle:pixabay.com

hatte dann vormittags und mittags regelrechte Heißhunger- Attacken und generell, egal was ich gegessen habe, viel mit Bauchschmerzen, Trägheitsgefühl zu kämpfen.
Da mein aktueller Job durchaus körperlich anstrengend ist…nun ja, mir ging es einfach nicht gut und mit Bauchweh Lasten heben und durch die Gegend laufen…geht nicht gut.

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bildquelle:pixabay.com

Ergo hab ich dann irgendwann das Ganze doch wieder sein lassen.
Die ersten 2-3 Wochen hatte ich durchaus arg zu knabbern daran, weil ich es nun mal inzwischen gewohnt war.

  • Nach dem „Abgewöhnen“ habe ich aber folgendes festgestellt:
  • meine körperlichen Beschwerden sind wieder verschwunden
  • ich hatte mehr Energie morgens
  • die Heißhunger- Attacken hatten sich bis kurz vor Feierabend auch wieder verabschiedet.

Deshalb habe ich angefangen nach der Ursache zu forschen und bin auf intermittierendes Fasten gestoßen!

Für viele ist es schier unvorstellbar morgens nichts zu essen.
Abgesehen vom Hungergefühl,- man braucht doch die Nahrung damit man nicht in Unterzuckerung fällt, leistungsfähig bleibt usw.
Die weitläufigen Aussagen eben.

Doch, es funktioniert!
Um das Ganze zu verstehen müssen wir unseren Körper und die Entwicklung der Natur verstehen lernen.

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bildquelle:pixabay.com

Die Natur brauch für Entwicklungen mehrere Jahrhunderte, wenn es um kleine Dinge geht, für große Veränderungen braucht sie durchaus mehrere Jahrtausende!

Wir Menschen haben uns geistig so schnell entwickelt, dass unsere Körper dieser schnellen Entwicklung evolutionär nicht mehr folgen konnten.

Ergo hängen wir rein körperlich gesehen noch in der Steinzeit fest.

caveman-1460898__340
bildquelle:pixabay.com Ugah! Ugah!

Früher gab es noch keinen Ackerbau, man lebte in kleinen Familienverbänden und war eher als Nomade unterwegs.

Einen Kühlschrank gab es natürlich selbst in einer Luxushöhle nicht und auch der Supermarkt um die Ecke ließ zu wünschen übrig.

Bevor man essen konnte, musste man erstmal welches finden.

Wählerisch konnte man auch nicht sein…hier einige Nüsse, dort ein paar Beeren, zwischendurch etwas Obst und mit ganz viel Anstrengung dann auch mal ein Stück Fleisch.

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„MANNIII…“ bildquelle:pixabay.com

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…oder Essen.

Ab und an wurde dann auch mal gezwungenermaßen ein Hungertag eingelegt.

Also kommt unser inzwischen futterverwöhnter Körper durchaus auch eine ganze Zeitlang ohne was zu beißen klar, auch wenn wir das nicht wahr haben wollen.

Aufgrund dieser Tatsache haben sich einige Forscher die Aufgabe gestellt heraus zu finden, welche Auswirkungen das auf den Organismus hat.

Sie haben festgestellt, wer intermittierendes Fasten macht, lebt länger!

Unglaublich? Fakt!

Nicht nur die Futter- Besorgung kostet den Körper Kraft auch das Verarbeiten und Verwerten benötigt einiges an Energie.

Der Körper ist dadurch im „Verdauungs- Stress“.

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bildquelle:pixabay.com

Stress ist nie wirklich gut, auch wenn wir gelernt haben zwischen gutem und negativem zu unterscheiden, es ist eine anstrengende Sache!

Durch das Verdauen muss unter anderem die Bauchspeicheldrüse kräftig, Insulin produzieren.

Sobald wir futtern, beginnt die Bauchspeicheldrüse Insulin herzustellen.

Das Insulin sollte normalerweise helfen, die entsprechenden Bausteine ::::::

Früher gab es wenig Essen mit langen Pause- Zeiten dazwischen= Bauchspeicheldrüse hatte auch Zeit, um eine Verschnaufpause einzulegen.

Heute bist du direkt:“ nicht du, wenn du hungrig bist“ und schiebst dir diverse „Snacks“ zwischen die Kiemen. 

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bildquelle:pixabay.com

3 x täglich, auf 5 kleine Mahlzeiten aufgeteilt oder gerade eben dann wenn dir der Sinn danach steht.

Deshalb wird die Bauchspeicheldrüse auch dauernd gefordert.

Eine Zeitlang freut sie sich über das ständige Interesse an ihrer Arbeit. Irgendwann allerdings wird es ihr zu viel und sie schüttet entweder durchgehend Insulin aus oder leidet unter einer Art „Burn out“ und bekommt nichts mehr auf die Reihe!

Eine Möglichkeit um Diabetes zu fördern und fordern.

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bildquelle:pixabay.com

Dazu kommt die durchgehende Schwemme an Nährstoffen, Stoffwechsel-Endprodukte und alles was so in der Nahrung enthalten ist oder daraus gemacht wird.

Die müssen ja durch unseren ganzen Blutkreislauf zu ihren Bestimmungsorten transportiert werden.

Auch hier gilt: eine Weile machen Herz und die Gefäße das Spielchen mit. Bei dem einen länger, bei dem anderen nicht so lange. Je nach Facon.

Aber irgendwann macht alles mal schlapp und dann wir haben Blut-/Herz- Kreislauferkrankungen.

Es kommen noch diverse andere Erkrankungen hinzu, die durch eine dauerhafte bzw. über den ganzen Tag verteilte Nahrungsaufnahme begünstigt werden. Dazu aber später eine Zusammenfassung.

Wie funktioniert intermittierendes Fasten?

Gaaaanz easy!

Es gibt eigentlich zwei grundlegende Varianten, die zum Teil ein wenig variabel sind.

Variante 1: hier geht es um das stundenweise Fasten.
Der eine macht 16/8 der andere kommt mit 14/10 oder gar 20/4 klar.

Das bedeutet man isst 16 Stunden lang nichts und innerhalb der „erlaubten“ 8 Stunden ganz normal. Es bedeutet nicht, dass man innerhalb dieser 8 Stunden sich vollstopfen soll, aber auch bitte darauf achten, dass ihr kein zu großes Kalorien- Defizit erreicht.

Für jene die wirklich abnehmen wollen, bietet diese Essens-Variante eine sehr gute Alternative!

Es ist nicht Sinn und Zweck des Fastens kiloweise Gewicht zu verlieren, da man „weniger Zeit“ zum Essen hat.

Wer sich daran gewöhnt hat, wird wie schon erwähnt sehr viel weniger mit Heißhunger- Attacken zu kämpfen haben.

Dadurch kann man sich auch eher auf gesunde Ernährung konzentrieren und wird nicht durch Gelüste abgelenkt,- der Blutzuckerspiegel ist ausgeglichen.

Variante 2: beinhaltet 1 oder auch 2 Tage reinen Fastens, der Rest der Woche wird normal gegessen.

Manche wechseln die Tage auch ab 1 Tag essen, 1Tag fasten,- Hardcore.

Aber alles nur Gewohnheit und die Hardcore- Variante sollte auch nicht auf Dauer sondern nur für eine gewisse Zeit durchgezogen werden bis der gewünschte Effekt (Gewichtsabnahme, Verbesserung des Blutbildes) erreicht wurde.

Egal welche Variante man nun wählt trinken darf und muss sein!

Ungesüßte Kräutertees und natürlich Wasser, am besten still und noch besser warmes Wasser.

Gerne können auch Mischgetränke hergestellt werden, wie z.B.warmes Zitronenwasser.

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