Ölziehen – in aller Munde

Ölziehen- in aller Munde

gebiss
Sicherlich hast du davon auch schon gehört.
Ein Bekannter, eine Freundin erzählen plötzlich was vom Öl- ziehen.
Was steckt dahinter?
Öl- ziehen kommt wohl ursprünglich aus der ayuverdischen Lehre.
Dort wird es schon seit einigen Jahrtausenden eingesetzt.
Eine lange Tradition, die sich auch heute immer mehr zu bewähren scheint.
Sie soll helfen bei den verschiedensten Problemen rund um bzw. im Mund.
Da hätten wir Stärkung der Zähne, Zahnfleisch und auch des Kiefers,
es wirkt hilfreich bei vorbeugen von Karies und bekämpft Mundgeruch.
Ebenfalls durch Bakterien bedingte Parodontitis und damit zusammenhängendem Zahnfleischbluten, Mundtrockenheit und bei spröden Lippen.
Eine ganze Menge, aber wie funktioniert es?
Eigentlich gibt es nichts einfacheres.
Man muss nur (mal wieder) seine Gewohnheiten umstellen und statt wie gewohnt morgens schlaftrunken ins Bad zu schlurfen und sich die Zähne zu putzen, sollte der erste Griff nach dem Ölbehältniss sein (Glas bevorzugt! ).
Ein Esslöffel voll mit Öl und schwups in den Mund damit.

Dann kann man in aller Ruhe Frühstück vorbereiten, die Kaffeemaschine in Gang bringen- duschen geht nur bedingt. Man sollte darauf achten keinWasser in die Nase zu bekommen wegen der Luftzufuhr und so.
Das Öl behälst du dann mindestens 20 min im Mund!
Wer es am Anfang unangenehm empfindet oder gar Würgereiz davon bekommt, wie ich, dem hilft es die Dauer erstmal kürzer anzusetzen oder die Menge geringer zu halten und Stück für Stück zu steigern.
Irgendwann funktioniert es auch ohne Probleme im Halbschlaf.

Anfang kannst du das Öl auch „still“ im Mund behalten, wenn du dich daran gewöhnt hast, solltest du aber damit beginnen es im Mund hin und her zu bewegen, ein wenig drauf zu kauen und Profis schlürfen das Ganze richtig durch die Zähne durch.

Bei diesem Manöver kann sich das Öl überall im Mundraum verteilen und kommt so auch in die verstecktesten und kleinsten Zahnfleischtaschen wo keine Zahnbürste hingelangt und auch eine Mundspülung, die generell nicht so lange im Mund behalten wird, dringt nicht soweit vor.
Sind die 20 Minuten überstanden dann ist der allerbeste Weg das Öl in einem Taschentuch zu spucken und anschliessend im Restmüll zu entsorgen.
Hintergrund: in dem Gemisch das entstanden ist- Öl und Speichel- befinden sich nun auch viele kleine und fiese Bakterien und abgelagerte Giftstoffe.
Diese gehören in den Restmüll. Keinesfalls in die Toilette oder ins Waschbecken, da es am Ende so mit ins Grundwasser gelangen könnte. Unsere Klärwerke sind inzwischen durch die immense Belastung durch Medikamente und anderer schädlicher Stoffe die den Abfluss heruntergespült werden dermaßen belastet, dass sie es nicht mehr schaffen können. Ein Teil des Ganzen wird wieder ins Grundwasser zurückgespeist.

Also, Verantwortung zeigen und richtig entsorgen!

Nachdem wir nun mit dem Öl-ziehen fertig sind, bitte den Mund mit lauwarmen/ heissem Wasser 2-3 mal ausspülen. Danach kannst du wie gewohnt Zähne putzen usw.

Was bewirkt nun das Öl- ziehen und warum mind. 20 Minuten lang?
Es gab in den letzten Jahren vermehrt Studien zu dem Thema die immer zu dem selben Ergebnis geführt haben:
Innerhalb eines Zeitraumes von 10 bis 40 Tagen wurde zum Teil eine Verbesserung der Mundhygiene um 2/3 festgestellt.
Leute, die vorher stark Karies gefährdet waren, haben in dem Zeitraum eine Verbesserung zu „mässig für Karies anfällig“ bei manchen in der Kürze sogar zu „gering für Karies anfällig“ herabsetzen können.
Chemische Produkte im Test konnten ähnlich gute Ergebnisse erzielen, allerdings mit den entsprechenden Nebenwirkungen.
Öl- ziehen funktioniert und hat keine Nebenwirkung.

Und wie funktioniert es nun?

In erster Linie beinhaltet das Öl eine antibakterielle Wirkung. Es tötet die schädlichen Bakterien im Mund, auf den Zähnen und in den Zahnfleischtaschen einfach ab.
Zahnbeläge und Karies können somit stark reduziert werden.
Jene welche die Prozedur überleben, bleiben im Öl haften und werden am Ende einfach mit ins Taschentuch gespuckt.
Die Bakterienmenge wird derart gemindert, dass man gleich nach der ersten Anwendung eine deutliche Verbesserung spürt.

Das motiviert doch gleich zum weiter machen!

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Durch die Bewegungen im Mund werden die Zunge und das Zahnfleisch massiert. Eine bessere Durchblutung folgt durch das auch die natürlichen Abwehrmechanismen im Mund besser arbeiten können und somit einem erneuten Befall eher entgegen treten können.
Zumal sich das Öl zum Teil im Mund wie eine Schutzschicht um Zähne und Co. legt und zusätzlich für Schutz sorgt.
Zwar wird der Großteil beim anschliessendem Zähneputzen ausgespült aber wer mag kann ja auch mit Kokosöl zb. die Zähne putzen und damit den Schutz beibehalten.

ACHTUNG!

Beim Öl- ziehen bitte unbedingt darauf achten, dass du das Öl nicht aus Versehen herunter schluckst. Mal vom Ekel- Faktor abgesehen befinden sich eine konzentrierte Menge an Bakterien in dem Öl- gemisch. Ein Teil ist so resistent dass er auch deine Magensäure überleben kann und dann weiter in deinen Körper vordringt.

Welches Öl eignet sich nun?
Überall wird Kokosöl angepriesen. Ich selbst nutze ebenfalls Kokosöl, da ich es aber auch in anderen Bereichen anwende, bedeutet das für mich eigentlich nur: ich muss für verschiedene Anwendungen nur ein Produkt kaufen!

Theoretisch eignen sich alle Öle dafür. Man sollte generell nur darauf achten, dass es Bio ist, kaltgepresst bzw. nativ. Also ein gutes hochwertiges Öl.
Wenn du es ausschliesslich zur Mundpflege verwendest, wird es auch eine ganze Weile reichen und die Wirkung billigt auf jeden Fall den etwas höheren Preis im Gegensatz zu einem billigen Sonnenblumenöl von -,89 €.
Billig- Öle sind eigentlich nur Abfallprodukte. Es sind keine wichtigen Bestandteile mehr enthalten und sie sind alle Hitze- behandelt. Was wertvoll von der Natur gegeben zerstört der Mensch wie üblich des Profits wegen.

Soweit, so gut:
Kurz und knapp, ohne meterlange Statistiken weisst du nun, wieso, weshalb und warum… du hast keine Probleme mit der Mundhygiene und es kommt deswegen nicht für dich in Frage?
Probleme der Mundhygiene äussern sich nicht ausschließlich in Zahnfleischbluten, Zahnstein usw. Oftmals haben wir durchaus Probleme damit und merken es nicht einmal.
Durch Bakterien im Mund und unserer gesunden „Lebens“- mittel, womit sich die Bakterien wunderbar vermehren, können sich auch andere Schwierigkeiten auftun die man im Leben nicht mit Mundbakterien in Verbindung bringen würde. Parodontitis, Zahnschmerzen, Mundgeruch – klar, aber auch:
– Kopfschmerzen
– Bronchitis & grippale Infekte
– Magengeschwüre & Magenschleimhautentzündungen
– Erkrankungen des Magen- Darm- Trakts
– Erkrankungen des Herzens
– Erkrankungen des Blutes
– Erkrankungen der Nieren & der Leber
– Thrombosen
– chronische Schlaflosigkeit
– Ekzeme, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis, Frauenleiden und auch
Potenzprobleme können ihren Anfang im Mund haben.

Die Zusammenhänge kannst du (folgt) nachlesen.

Die Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig und es laufen aktuelle Forschungen in diesen Bereichen bzw. in den Zusammenhängen.

Wer hätte es gedacht?

2 Dinge habe ich noch!
Wer Amalganfüllungen trägt und regelmässiges Öl-ziehen machen möchte kann sich jetzt schon mal von ihnen verabschieden!
Durch das Öl-ziehen könnte sich ein Teil des enthaltenen Quecksilbers lösen. Das Quecksilber wird nicht mit dem Öl ausgeschieden, sondern unter Umständen von der Mundschleimhaut aufgenommen und wir vergiften uns selbst.
Desweiteren lösen sich die Amalganfüllungen durch das Öl- ziehen komplett.
Aus gesundheitlichen Gründen solltet ihr bevor ihr mit dem Öl- ziehen beginnt deswegen eine Zahnsanierung durchführen lassen.
Amalgam raus-Keramik etc rein!
Euer Körper wird es euch danken und du kannst ohne Bedenken mit dem Öl- schlürfen anfangen.

Meine eigenen Erfahrungen: ich hatte starke Probleme durch zwei abgebrochene Zähne.
Diese wurden mir gezogen und es wurde dabei festgestellt dass sich bei mir eine ausgewachsene Parodontitis breit gemacht hat.
Der Zahnarzt natürlich direkt Termine vereinbaren wollen für eine gründliche Zahntaschenreinigung, die ich allerdings dankend abgelehnt hab.
Ich wollte es auf eigene Faust erstmal versuchen.
Soweit ich gehört hab ist eine zahnärztliche Behandlung in diesem Bereich nicht gerade zimperlich, bin zwar eigentlich hart im nehmen hehe
…aber im Mundbereich hmmmm ^^“
Dazu kommen die anfallenden Kosten, die ich nicht so ganz gewillt war einfach zu zahlen, (350,-€ und aufwärts) zumal mir, nachdem ich mich mit der Materie auseinander gesetzt habe, auch klar wurde, dass dies nicht die letzte Behandlung sein wird.
Da das Problem immer wieder auftaucht in den meisten Fällen!
Deshalb bin ich zum Thema Öl- ziehen gekommen.
Kokosöl hatte ich zuhause, ergo warum nicht testen?!
Ich hab wirklich einen ausgeprägten Würgereflex und morgens um die Uhrzeit wenn ich aufstehen muss, direkt nen Esslöffel Kokosöl in den Mund…
Es war kein Zuckerschlecken, sag ich dir!

Aber!
Ich hab´s tapfer durchgezogen und kontinuierlich gesteigert.
Gleich beim ersten Mal habe ich gemerkt, welche Wirkung das ganze hat!
Mein Mund fühlte sich im Anschluss gleich viel „frischer und befreiter“ an, klingt blöde aber ich weiss es nicht besser in Worte zu fassen!
Dieses Gefühl hat sich auch eine ganze Weile gehalten und nicht wie nach dem normalen Zähneputzen, wo das Sauberkeitsgefühl meiner Meinung nach innerhalb von 1-2 Stunden verschwunden ist.
Ich mach dies nun seit einem dreiviertel Jahr und war noch nicht beim Zahnarzt zum überprüfen lassen aber ich glaube er wird eine Überraschung erleben!
Durch das Ziehen der beiden Zähne sollte ich natürlich vorsorglich auch Antibiotika nehmen.

Ich habe es nicht getan und hatte auch dahingehend keinerlei Schwierigkeiten und die Wunde ist einwandfrei verheilt.
An dieser Stelle nochmals der Hinweis: ich bin kein Arzt oder ähnlich geartetes (noch nicht) dies ist nur eine persönliche Erfahrung und sollte dich keinesfalls dazu anleiten Arztbesuche zu boykottieren oder eine Antibiotika- Behandlung nicht durchzuführen. Jeder ist in diesem Bereich selbst verantwortlich, ich kann nur von mir und meinen Erfahrungen erzählen was du daraus machst, deine Sache!

Quelle bzgl. Der Auflistung der Krankheiten die mit der Mundhygiene in Verbindung gebracht werden können ist http://www.zentrum-der-gesundheit.de. Dort sind auch weitere Quellenverweise aufgelistet und man kann sich auf tiefer gehende Entdeckungsreise in die Gefilden der Futterluke begeben

 

 

Hier das Kokosöl das ich selbst nutze.

*Das Öl ist zwar etwas teurer, aber kommt dafür im praktischen Bügelglas daher, welches man gut weiterverwenden kann. Das Öl wird in der Ölmühle Sollingen hergestellt und verfügt über die EG- Öko- Zertifizierung, steht somit unter ständiger kontrolle!

 

Ein wenig günstiger und auch sehr gut
das von „Mituso“, ebenfalls im Bügelglas

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